Das idyllische Familienleben

Die letzten zwei Tage ist mir mal wieder klar geworden, warum ich jeden Wochenendsbesuch bei meinen Eltern immer wieder herausschiebe. In Dipps zu sein nervt mich immer wieder, jedes Mal, und es gibt so viele kleine Sachen, die mich ganz speziell nerven. Sei es die schlecht funktionierende Dusche, mein schmales Bett, die Tatsache, dass meine Mutter jeden Kram in meinem alten Zimmer bunkert, seit ich da nicht mehr wohne – und ganz besonders meine Familie selbst. Meine Schwester, die zu Hause immer zickig ist, egal worum es geht, meine Mutter, die wegen jeder Kleinigkeit am Rumnörgeln ist, und mein Vater, der sich das gefallen lässt und nicht ein verdammtes Mal widerspricht. Wie hält der diese Frau aus? Ist mir unbegreiflich. Für den unwahrscheinlichen Fall, dass ich jemals heiraten werde, will ich niemals so werden – so unzufrieden mit meinem eigenen Leben, dass es mein einziges Ziel ist, ebendieses allen anderen ebenso unerträglich zu machen. Und diese Unzufriedenheit hängt die ganze Zeit in diesem Haus in der Luft, und es macht mich wahnsinnig. Ist es dann so verwunderlich, dass ich nicht dort sein will? Ich denke nicht. Aber das kann ich den werten Herrschaften der Erzeugerfraktion natürlich so nicht sagen – obwohl, vielleicht doch? Dann würden sie vielleicht endlich mal so mit mir zicken, dass ich gar nicht mehr kommen muss… Verdammte Familie.

~ von bloodyswimmingpool - 13. Dezember 2009.

3 Antworten to “Das idyllische Familienleben”

  1. Trau dich doch, die eingefahrenen Rituale zu durchbrechen. Sowas wirkt manchmal Wunder. Auf jeden Fall bewegt es etwas, in welche Richtung auch immer. Oft bleibt jeder in einer Familie in seinem vorgezeichnetem Schema verhaftet, ohne überhaupt noch drüber nachzudenken. Sprich jeden einzelnen auf sein Verhalten an und hör dir die Gründe dafür an.
    Viel Glück dabei!

  2. Das kennt doch jeder von uns auf irgendeine Art. Da hilft nur reden. Vielleicht sind die Weihnachtstage ein ganz guter Rahmen dafür.

  3. Hallo,

    mir hilft die Einstellung dieses Satzes: „Eltern haben das Recht unücklich zu sein!“

    Eltern und überhaupt alle sind für ihr eigenes Glück selbst verantwortlich.

    Viele Grüße
    Uli

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